Die Konzertreihe

Die vier Konzerte der Konzertsaison finden zwischen Oktober und Mai statt und beleuchten unterschiedliche Aspekte eines gemeinsamen Themas. Sie werden von international bekannten Musikern in verschiedenen Besetzungen gestaltet.

 

Thema 2017/2018:  "Musik.Utopie"

 „Musik ist die utopisch überschreitende Kunst schlechthin" schreibt der Philosoph Ernst Bloch. Er sieht die Musik als ein "gestaltetes Sehnen und Treiben" und schreibt weiter: "Der Ton spricht zugleich aus, was im Menschen noch stumm ist."

Eines der erstaunlichsten Phänomene von Kunst und deren Wahrnehmung ist die Individualität, mit der jeder Mensch auf ein Kunstwerk reagiert. In diesem Freiraum liegt auch die Möglichkeit zur Utopie begründet. Der Mensch kann sich die Welt in seiner Vorstellungs- und Gefühlswelt idealer und oftmals vollkommener erschaffen, als es die Realität zulässt. Im Genuss von Kunstwerken oder im Erleben von Musik gelingt oft eine intensivere Daseins- und Weltwahrnehmung als im realen Leben. Wenngleich die Menschheit sich immer wieder kollektiv Ihrer Genies und Meisterwerke versichert, so bleibt das Erleben derselben doch immer wieder ein höchst individueller Prozess. Nicht jedes Meisterwerk vermag jeden Menschen gleichermaßen anzusprechen oder gar zu euphorisieren.Von schöpferischer Seite kann der Wunsch und die Sehnsucht nach Transzendenz bis weit ins 20. Jahrhundert hinein als wesentlicher Auslöser von Schaffensdrang und künstlerischer Betätigung konstatiert werden.

Die Inselkonzerte werden das Thema Musik und Utopie in der diesjährigen Konzertreihe aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. In der Musikgeschichte der vergangenen Jahrhunderte haben philosophische Ansätze und gesellschaftliche Utopien oftmals recht konkret in musikästhetische Positionen Eingang gefunden. Die Konzerte der Saison 2017/2018  werden sowohl aus Sicht der Musiker und Komponisten der vergangenen Jahrhunderte einen Blick auf diese Positionen werfen als auch selbst den Versuch unternehmen, Musik und Utopie in einen klingenden Kontext zu bringen.

   Verena Sennekamp (Künstlerische Leitung)

 

 

 

 

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