15. März 2020, 17 Uhr Kapitelsaal

 

 "Verborgene Botschaften"

Zu allen Zeiten haben Komponisten ihren Werken außermusikalische Botschaften wie z.B. ästhetische Positionen, Naturschilderungen, grundsätzliche Lebensphilosophien oder auch persönliche Botschaften an Freunde oder Geliebte beigefügt. Diese Inhalte erscheinen meist sekundär zum rein klanglichen Geschehen und bleiben dem Zuhörer oft verborgen, ohne dass die Musik dadurch eine Minderung erfahren würde. Eher selten begegnet man Werken, bei denen eine außermusikalische Botschaft ganz offen hervortritt wie z.B. bei Ludwig van Beethoven’s berühmten „Wut über den verlorenen Groschen“ oder Franz Schubert‘s „Tod und das Mädchen“. Andere Botschaften sind hintergründiger, lassen sich aber manchmal durch musikwissenschaftliche oder historische Quellen erschließen.

Eine besonders glückliche Konstellation von Informationen rund um die entstandenen Werke findet sich bei Clara und Robert Schumann, die ein sehr detailliertes Ehetagebuch führten. Außerdem führte Clara Schumann einen intensiven Briefwechsel mit Johannes Brahms, der zum Teil erhalten ist. Aus diesen Quellen wissen wir, dass die Kompositionen von Robert Schumann voller Anspielungen auf seine musikalischen Alter Egos Florestan und Eusebius stecken, der eine stürmisch-extrovertiert, der andere elegisch-kontemplativ, während Johannes Brahms' Leben und Schaffen stark von seiner unerfüllten Liebe zu Clara Schumann geprägt war.

Das Konzertprogramm „verborgene Botschaften“ begibt sich auf die Suche nach Anspielungen, Hintergründen und Botschaften, die sich in Musikstücken verbergen können.

 

Werke von Ludwig van Beethoven, Robert Schumann, Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms

 

Ensemble Isla
Walter Seyfarth, Klarinette
Eilidh Martin, Violoncello
Suzanne Bradbury, Klavier
 
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